Das Drama mit dem Bus 139 in Haselhorst

Die BVG kann sicherlich vieles, aber Busse planen eher nicht. Dies stellt sie fast täglich in den Morgenstunden, wenn sich Berufstätige und Schüler auf den Weg machen für die Arbeit oder zum Lernen, unter Beweis. Der Bus 139 ist das beste Beispiel, wie man zahlreichen potentiellen Fahrgästen die Lust an der BVG nimmt oder sie zu einem Autokauf treibt.

Gerade wenn es kalt ist und die Temperaturen am Gefrierpunkt oder drunter sind, steigen natürlich viele vom Drahtesel, dem Motorrad oder dem Auto um und vertrauen darauf, dass der Bus kommt und man sich ganz normal in diesen Bus auch setzen kann oder im Zweifel auch mal im Stehen zum nächsten U-Bahnhof bewegt wird. Aber in den letzten Monaten bzw. eigentlich fast immer ist trotz Taktwechsels der Bus 139 so voll, wenn er in Haselhorst ankommt, dass kaum mehr Menschen einsteigen können. Oft schon hat man beobachten können, dass schlicht vorbeigefahren wird an der Haltestelle und die Schüler oder älteren Leute auf den nächsten Bus warten müssen.

Alternative zu Bus und Auto - das Fahrrad bringt die Menschen raus aus Haselhorst
Fahren bald viele Menschen lieber mit Rad zur U-Bahn als mit dem Bus? Foto: Haselhorster Damm

Doch wenn man schon rechtzeitig da ist, hat man durch kleine Verzögerungen schon 6-7 Minuten an der Haltestelle verbracht und wird dann sicherlich ohne Freude ungerne auf den nächsten Bus 139 warten wollen. Zumal ja überhaupt nicht gewährleistet ist, dass hier nicht das Gleiche passiert. Der Bus 139 ist schon komplett voll, wenn er zum Beispiel Lüdenscheider Weg oder Burscheider Weg ankommt und wer eben da wohnt, hat Pech gehabt. Es ist jedes Mal ein Glücksspiel, ob man noch zwischen 7:00 und 9:00 Uhr in den Bus 139 einsteigen darf oder nicht. Von Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder generell kleinen Kindern ganz zu schweigen. Das ist im Grunde genommen schon fast kinderfeindlich, weil Familien kaum dazu angeregt werden, den Bus zu nutzen.

Es ist eigentlich unbegreiflich, warum sich hier niemand verantwortlich fühlt und nach alternativen Ausschau hält. Dabei wurde doch vielleicht schon ein längerer Bus mit so einer Gelenksachse oder ein Doppeldecker Abhilfe schaffen. Eine komplett schnelle Idee wäre auch, wie in alten Zeiten einen Bus 139 ab Lüdenscheider Weg (dort wäre auch Platz zum Parken) einen Einsetzer fahren zu lassen, der eben dort beginnt und alle restlichen Leute einsammelt, die eben zufällig zur Arbeit, zum Arzt, zur Schule, zum Einkaufen, zum Frühsport oder sonst wohin wollen. Aber gerade ältere Leute und Mamis mit Kinderwagen verlassen sich auf die BVG und werden hier verlassen.

Und wer dann im Bus drinnen ist, der sieht sich einer Menschenmasse ausgesetzt und in winterlichen Zeiten oder im Herbst steigt dadurch natürlich auch die Ansteckungsgefahr, wenn so viele Leute zusammengepfercht aneinander stehen und hoffen, endlich aus dem Bus steigen zu können. Man kann der BVG wirklich nur wünschen in Bezug auf den Bus 139, dass es schnell wieder wärmer wird und die Leute sich wieder mehr an der frischen Luft bewegen wollen und den Unwillen der BVG spüren, der Herausforderung vieler neuer Fahrgäste Herr zu werden.

Durch die Fülle und das potentielle Abweisen an der Eingangstür steigt auch die Aggression und das kann eigentlich nicht Sinn der Sache sein. Doch wer schon einmal erlebt hat, dass die vordere Tür zu bleibt und nur hinten geöffnet wird, um den Diskussionen aus dem Weg zu gehen und das dort auch komplett überfüllt ist, der versteht was gemeint ist.

Die BVG sollte sich bei bestimmten Linien dringend etwas überlegen und ein Konzept erarbeiten, wie man künftig auf Engpässe reagiert. Die Stadt Berlin wird immer voller werden mit steigender Tendenz, es werden mehr Wohnungen gebaut und folglich werden auch dort mehr Menschen leben und ohne Zweifel auch mit der BVG fahren. Alternativ bleibt eben die Möglichkeit, sich doch wieder ein Auto anzuschaffen – das möchte aber wieder Bündnis 90/Grüne nicht und treibt die Leute zur BVG in den Bus, der nicht alle erfassen kann. Es bleibt ein kleiner Teufelskreis, bei dem der gute Wille und die Planungsfähigkeit auf der Strecke bleibt.

Auch 2017 war die Grüne Woche wieder ein Erlebnis

Es ist schön, dass es noch Dinge gibt, auf die man sich verlassen kann und so war die Grüne Woche in Berlin wieder voll von Besuchern. Internationale Gäste sowie zahlreiche Besucher aus allen möglichen Bundesländern kamen wieder in die Hauptstadt geströmt, um sich über die Neuigkeiten in der Landwirtschaftsbranche zu informieren oder eben einfach nur um sich zu verköstigen. Jedes Bundesland präsentierte sich in einer eigenen Halle und die Bayern haben auch hier wieder ein volles Programm aufgefahren mit Kapelle, Blasmusik und Weizenbier.

Bayern Halle
Prächtige Stimmung auch in der Bayern Halle, wo die „Musi“ der Kapelle spielte und die Gäste zünftig speisten und tranken

Wenn man aufmerksam durch die Hallen ging, dann fallen einem zahlreiche Geräte ein für die Landwirte, die die Ernte erleichtern oder die von einem modernen Bauernhof gar nicht mehr wegzudenken sind. In einem Gespräch mit einem Aussteller wurde mir erzählt, dass mittlerweile die Felder umfangreich ausgemessen werden und vor dem Dinge Prozess millimetergenau erfasst wird, wie viel von welchem Mittel auf dem Acker verteilt wird.

Aber auch Tiere durften hier nicht fehlen: Kühe, Alpakas und auch exotische Geschöpfe wurden in der Tierhalle gesichtet. Haustiere wie Hunde, Katzen oder Hasen konnte man hier bewundern und waren oft zu sehen, wenn sie außerhalb der Stände waren.

Landwirtschaftsmaschinen Grüne Woche
In Berlin wurden auch die neuesten Landwirtschaftsmaschinen vorgestellt.

Auch in der Blumenhalle wurde sich sehr große Mühe gegeben, alles wunderschön herzurichten und die Neugier der Besucher befriedigen. Viele Pflanzen und Blumen bildeten einen guten Hintergrund für Erinnerungsfotos mit dem Handy oder konnte sich mit Fachleuten über die Botanik unterhalten.

Blumen auf der Grünen Woche
Großartige Blumengestecke auf der Grünen Woche in Berlin

So große Orchideen habe ich persönlich noch nie gesehen und auch andere Dinge waren beeindruckend – außerdem hat ein Stand und der internationalen Garten Ausstellung 2017 in Berlin über Eintrittsgelder, Dauerkarten und anderer Fragen informiert. Auch Schulklassen waren anwesend und haben sich scheinbar für ökologische Themen interessiert, jedenfalls hörten alle aufmerksam zum Beispiel an einem Stand für Insekten zu.

Orchideen auf der Grünen Woche
In der Blumenhalle wurden wunderschöne Orchideen präsentiert

Also ich denke schon, dass die Aussteller sowohl an dem Donnerstag, an dem ich die Grüne Woche in Berlin besucht habe als auch später insgesamt zufrieden sein dürften über die Anzahl der Besucher und vermutlich auch über die abgeschlossenen Geschäfte. Überall waren auch weinstände zu sehen, die zum verweilen einluden und viele Tische und Stühle waren auch belegt. Auf wenn dieses Jahr die legendäre Bierhalle fehlte, war doch in fast jeder Halle in irgendeiner Form eine Verköstigung dieses leckeren Getränks möglich. So war es eben eher regional zugeordnet und passte thematisch besser in die entsprechende Halle als wenn man in einer Halle viele Biere hat und den anderen gar nichts. Verdurstet oder verhungert dürfte auch dieses Jahr auf der Grünen Woche in Berlin niemand sein.

Bedienung Grüne Woche
Gelöste Stimmung auch bei der Bedienung an einem der Stände auf der Grünen Woche

U-Bahnhof Eberswalder Straße zum Jahni

Wenn man zum Jahnsportpark mit der BVG möchte, geht das von überall recht einfach durch die U2-Anbindung. Diese fährt quer durch Berlin und auch zum Zoo auf ihrem Weg von Pankow bis nach Ruhleben. Daher ist auch mit nur einer Station die Anbindung an den S-Bahnring über die Schönhauser Allee gegeben. Weiterhin erreicht man von diesem Bahnhof auch leicht die Max-Schmeling-Halle, die an den Jahnsportpark angrenzt.

U-Bahnhof Eberswalder Straße

Einige Must-See in Berlin

Hier sind jetzt mal einige Fotos aus Berlin, die man auf jeden Fall mal live bei einem Besuch in Berlin gesehen haben sollte. Da gehört das Felleshus genauso dazu wie die Spree mit dem Kanzleramt oder die Humboldt-Box nahe dem Humboldt-Forum. Am Wochenende stößt man unweigerlich auf den großen Flohmarkt an der Straße des 17. Juni und wenn man schon gen Westen strebt, dann ist es auch nicht mehr weit zum Funkturm, der Gedächtniskirche und dem Ernst-Reuther-Platz – hier mal mit einem Anblick aus der Vogelperspektive.

 

Berlin Tour Objekte